Vielerorts ist gesellschaftliche Integration gleichzeitig eine wichtige Aufgabe und eine Herausforderung. Veränderungen, die mit Zuzug und Integration zusammenhängen, stoßen mitunter auf Unverständnis, Misstrauen oder sogar Ablehnung. Zunächst latent bestehende Spannungen können leicht zu handfesten Konflikten werden, gelegentlich auch geschürt durch Externe.

Eine Voraussetzung dafür, diese Herausforderungen nachhaltig angehen zu können ist, dass lokale Akteure aus Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft in der Lage sind, bestehende Spannungen und Konfliktpotenziale wahrzunehmen, zu verstehen und vernetzt, strategisch zielgerichtet sowie unter geeigneter Einbeziehung des Gemeinwesens anzugehen. Unsere Beratung knüpft hier an. Wir richten uns an Städte, Gemeinden und Landkreise, in denen Konfliktpotenziale spürbar werden oder in denen bereits Konflikte entstanden sind. Unser Anliegen ist es, ihre Bearbeitung zu unterstützen, bevor sie in Gewalt eskalieren. Wir beraten jedoch auch dort, wo Gewalt bereits Realität ist. In unserer Arbeit binden wir lokale Ansätze und Ressourcen ein, um Handlungslücken zu überbrücken, Synergien zwischen Akteuren zu stärken, Wirkungen von Maßnahmen zu überprüfen und weiterführende Ansätze zu entwickeln.

Den Beratungsprozess in den Kommunen begleitet die Zusammenarbeit mit landesweit tätigen Organisationen, die in Integrationsarbeit, Demokratieentwicklung, Konfliktbearbeitung in den Bundesländern im Projektgebiet involviert sind. Sie sind Kooperationspartner im Projekt.

Das Angebot findet im Rahmen des durch den Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) der EU, das Land Sachsen-Anhalt und weitere Landesprogramme geförderten Projekts „Integration und Teilhabe durch Kommunale Konfliktberatung“ statt. Es bezieht Kommunen und Partner in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt ein. Die Laufzeit ist vom 1.7.2018 bis zum 30.6.2020.